Terror

Titelbild Terror

Schauspiel von Ferdinand von Schirach

Premiere am 09. Juni 2018 auf der Bühne im Burghof

Die Burghofbühne ist die größte Versammlungsstätte der Stadt Mayen. Im Sommer 2018 findet hier eine Gerichtsverhandlung statt, bei der das Publikum zu Schöffen wird. Erst die Abstimmung am Ende des Abends entscheidet jedes Mal neu über den Ausgang des Stücks. Schuldig oder nicht schuldig? Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 zu retten? War es richtig, eine von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine abzuschießen um zu verhindern, dass diese möglicherweise in ein vollbesetztes Stadion stürzt? Weil es keinen Befehl gab und er sich über geltendes Recht hinwegsetzte, muss sich Major Lars Koch vor Gericht verantworten.

Die realen Anschläge haben auch in Deutschland auf schrecklichste Weise gezeigt, wie hoch der Preis sein kann, den wir für unsere Freiheit zahlen müssen. Das Stück stellt uns die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen und wie wir als Gemeinschaft unsere Würde definieren. Seit ”Die zwölf Geschworenen” bewegt kein Gerichtsdrama die Theaterbesucher so stark wie das erste Theaterstück des Bestsellerautors Ferdinand von Schirach. Mehr als 450.000 Theater-Zuschauer haben es bislang gesehen und die ARD verfilmte den Stoff in Starbesetzung für das Fernsehen. Die weltweiten Abstimmungsergebnisse sind im Internet veröffentlicht unter http://terror.theater/.

Die Premiere von „Terror“ wird präsentiert von LOTTO Rheinland-Pfalz

Inszenierung: Daniel Ris
Bühne: Flavia Schwedler
Kostüme: Gabriele Kortmann
Technische Leitung: Harald Witt

Mit: Carola Söllner (Nebenklägerin), Heike Trinker (Vorsitzende), Jan Nicolas Bastel (Angeklagter), Dejan Brkic (Staatsanwalt), Georg Lorenz (Oberstleutnant) und Marco Wohlwend (Verteidiger)

Spieldauer: ca. 1 Stunde und 50 Minuten inklusive Pause

Besetzung

Kritiken

RHEIN ZEITUNG vom 11. Juni 2018

Wuchtige Schauspielkunst: Die Inszenierung von „Terror“ in Mayen ist eindringlich. (...) Die Burgfestspiele Mayen mimen eine Gerichtsverhandlung. Sechs Akteure, fünf Stühle, ein Stehpult: Mehr braucht es nicht, um mit dem Schauspiel „Terror“ das Publikum in Hochspannung zu versetzen. (...) Die positive Reaktion des Premierenpublikums darauf belegt dreierlei. Erstens: Die angesprochenen Fragen zu Moral, Recht, Schuld berühren uns alle. Zweitens: Das auf Bühne und Leinwand klassische Format der Gerichtsverhandlung ohne Action kann auch heutige Zuseher packen. Drittens: Intensive Schauspielkunst ist mit sparsamstem Gestus möglich, so er – wie hier reihum – mit sinnfälliger Genauigkeit gesetzt wird. (...) „Terror“ provoziert tiefes Nachdenken über unser Rechtsempfinden; jenseits des konstruierten Falles auch darüber, wie stark der Staat Individualrechte einschränken darf zugunsten der Gemeinschaftssicherheit. Die zurückhaltende Ernsthaftigkeit von Ris‘ Inszenierung befördert diese Qualität erheblich.

SWR aktuell

Die Zuschauer in Mayen sind begeistert! Spannende Unterhaltung mit aktuellem Bezug und Tiefgang, sagen die Zuschauer. Das macht auch dem Intendant der Mayener Burgfestspiele, Daniel Ris, Mut: So schwere Kost im Freilichttheater zu spielen, ist durchaus ein Experiment.

WOCHENSPIEGEL vom 13. Juni 2018

"Daumen hoch" für "Terror": Standing Ovations bei Burgfestspiel-Premiere! (...) Das war ein Novum bei den Burgfestspielen statt klassische Stücke oder Musicals gab es ein Schauspiel das an Aktualität nicht zu übertreffen war.  (...) Großartige schauspielerische Leistung!

Mayen EXTRA am 13. Juni 2018

"Terror" feiert umjubelte Premiere. Das Stück von Ferdinand von Schirach ist ein durchaus harter Brocken für eine Freilichtbühne. Dennoch ist es dem Intendanten Daniel Ris und seinen Schauspielern gelungen, die schwere Kost perfekt zu inszenieren und dennoch die ganze Aufmerksamkeit auf den Inhalt des Stücks zu lenken.

www.meineeifel.de

Das Gerichtsschauspiel „Terror“ ist nicht das typische Freilichttheater-Stück für laue Sommerabende. Oder doch? In Mayen kam das Stück bei den ersten Vorstellungen hervorragend an. Denn es entwickelt einen unglaublichen Sog und ist spannend vom Anfang bis zum Ende. (...) Mein Fazit: Karten kaufen, reingehen, anschauen, sich Gedanken machen, sich eine Meinung bilden, eine Entscheidung fällen, und mal wieder mit Freunden, Verwandten und Bekannten oder Wildfremden in der Pause nach Herzenslust diskutieren.

BLICK aktuell vom 11. Juni 2018

Das gab es in der Geschichte der Mayener Burgfestspiele so wohl auch noch nie. In der Pause der Premiere des ersten Hauptstücks „Terror“ wurde ausschließlich und teilweise heftig über die bisher erlebten fünfundsiebzig intensiven Theaterminuten diskutiert. Natürlich auch, weil die Zuschauer in Mayen als Schöffen in das Geschehen bei diesem fiktiven Gerichtsprozess in die Entscheidungsfindung eingebunden sind und nun ihr Urteil fällen sollen, aber vor allem, weil das Spiel des Mayener Ensembles so unter die Haut geht. (...) Das dies gelingt, ist den Akteuren auf der Bühne zu verdanken, denn Terror ist eine Gerichtsverhandlung und diese kommt sehr glaubwürdig rüber. (...) Jeder ist in jeder Sekunde in seiner Rolle, sodass man hin und wieder Zweifel hat, ob es tatsächlich ein Schauspiel ist. Wenn dann die Einzelbefragung der Zeugen beginnt, stehen diese jeweils für etwa zehn Minuten im Mittelpunkt des Geschehens und dann explodieren die Schauspielerinnen und Schauspieler des Mayener Ensembles förmlich. (...) Da ist Zeuge Oberstleutnant Christian Lauterbach (Georg Lorenz), dessen Fassade im Laufe der Befragung durch den Staatsanwalt (Dejan Brkic) löchrig wird. (...) Und dann ist da vor allem die Nebenklägerin (Carola Söllner). Sie hat ihren Mann durch das Attentat verloren, wobei sie Wert darauf legt, dass er ermordet wurde, wie sie bei der ersten Frage klarstellt. Wie Carola Söllner die Seelenqualen dieser Frau auf die Bühne bringt, ist schon fast alleine das Eintrittsgeld wert. (...) Diese Befragungen werden von Heike Trinker als Vorsitzende mit geschickten Fragen gelenkt, die den Mitspielern den nötigen Raum geben, da sich Trinker selbst zwar zurücknimmt, aber trotzdem dauerpräsent wirkt. Unterbrochen beziehungsweise aufgeheizt werden diese Befragungen durch die Zwischeneinlassungen des Staatsanwaltes (Dejan Brkic) und des lässig und gleichzeitig provokant daher kommenden Verteidigers (Marco Wohlwend). Seine kleinen Scharmützel und Spielchen mit der vorsitzenden Richterin und seinem Gegenpart von der Staatsanwaltschaft lockern das Geschehen immer wieder auf, sind von Regisseur Daniel Ris aber so dosiert, dass der Spannungsbogen nie abzusinken droht. Ganz am Ende sind alle Argumente ausgetauscht und nach den Plädoyers liegt die endgültige Entscheidung bei den Schöffen im Publikum. Man könnte eine Stecknadel fallen hören. (...) Zum Nachdenken und zur Diskussion anregen ist eine der vornehmsten Aufgaben des Theaters - das gelingt in Mayen im besonderen Maße. Und wenn wir schon bei Recht und Gerechtigkeit sind. Es wäre nur gerecht, wenn jede dieser Aufführungen ausverkauft wäre - das Publikum kann auch hier entscheiden, ob ein solches Theaterexperiment in Mayen trägt.

 

Termine

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Schulvorstellung
22. August 2018
10:30
Bühne im Burghof
Genovevaburg
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€ 9,00
Letzte Vorstellung!
23. August 2018
20:00
Bühne im Burghof
Genovevaburg
Tickets
ab € 21,00