Alte Liebe

Titelbild Alte Liebe

Tragikomödie nach dem Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schröder

Premiere am 1. Juli 2017 auf der Kleinen Bühne im Alten Arresthaus

Alte Liebe rostet nicht. Oder doch? Nach vierzig Jahren Ehe fragen sich Lore und Harry, was denn nun ist mit der Liebe? Ist sie noch da? Wie hat sie sich verändert? Muss sie sich schleunigst ändern, um zu bleiben? Die Zeit ist jedenfalls nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Die leidenschaftliche Lore hat Angst, bald mit dem frisch pensionierten Harry nur noch untätig im Garten zu sitzen. Harry sieht genau das deutlich gelassener. Nur in einem sind sich die Alt-Achtundsechziger einig: Ihre Tochter Gloria hat alles nur Mögliche im Leben falsch gemacht! Und nun will sie auch noch in dritter Ehe einen steinreichen Industriellen heiraten, der ihr Vater sein könnte. Wie konnte es so weit kommen?

Komischer und anrührender sind die Szenen einer Ehe selten erzählt worden. Elke Heidenreich und Bernd Schroeder erzählen in umwerfenden Dialogen die Geschichte eines Ehepaars, in der sich eine ganze Generation wiedererfinden kann. Schroff und zärtlich, kratzbürstig und versöhnlich, ungeduldig und schwelgend in "Weißt du noch"-Sentimentalität, ewig hadernd mit dem Lauf der Welt und den Sprüchen des Partners, aber auch voller Selbstzweifel.

Sie: “Harry ...”
Er: “Ja?”
Sie: “Ich glaube, ich liebe dich noch.”
Er: “Sag mir Bescheid, wenn du es genau weißt.”
Sie: “Du alter Blödmann.”

Inszenierung: Petra Schumacher
Bühne: Flavia Schwedler
Kostüme: Gabriele Kortmann
Technische Leitung: Harald Witt

Spieldauer ca. 1 Stunde und 50 Minuten / eine Pause

Mit: Bettina Muckenhaupt (Lore) und Stefan Preiss (Harry)

"Die stellvertretende Intendantin der Mayener Burgfestspiele und Dramaturgin, Petra Schumacher, hat aus dem gleichnamigen Roman des Ex-Ehepaares Elke Heidenreich und Bernd Schroeder ein Theaterstück gemacht. Die Umsetzung ist ihr ausgezeichnet gelungen. (...) Ein wichtiges Stilmittel: Stimmungen werden von unterschiedlichen Musikstücken unterstrichen. Mal sind die Beatles zu hören, mal die Rolling Stones, und immer steht das gespielte Stück in irgendeiner Form in Bezug zum Text. (...) In „Alte Liebe“ erkennt sich nahezu jeder aus dem Publikum an irgendeiner Stelle wieder. Das Stück macht nachdenklich, ist dabei aber sehr unterhaltsam und immer wieder auch lustig. (...) Wer eine Karte für „Alte Liebe“ ergattern konnte, kann sich auf einen schönen Freilicht-Theaterabend freuen." www.meineeifel.de 03.0717

"Wenn zwei Schauspieler es schaffen, ein solches Stück über die gesamte Dauer zu tragen und das Publikum zu fesseln, kann man sicherlich von einer großartigen Leistung sprechen. Die Rahmenbedingungen im alten Arresthaus werden jedenfalls konsequent genutzt. Da stimmen Lichteffekte und Musikeinspielungen und das Bühnenbild tut sein Übriges. Eine weiter, offener Weg bildet den Hintergrund der Bühne, wobei es keine klare Verkehrsstraße ist, es könnte auch ein weiter Fluss sein, wie das Leben auch schon als grenzenloser Fluss bezeichnet wurde. Auf der Bühne verteilt stehen Kastenelemente, die je nach Stimmungslage des Paares mal trennend und mal vereinend wirken. Alte Liebe ist eine wundervolle und anrührende Ergänzung des diesjährigen Festspielprogramms." BLICK AKTUELL 04.07.17

"Viel Energie haucht Muckenhaupt dabei der bücherversessenen Lore ein. Als ewig rastlose und dominante Frau von Welt hält sie es kaum an Ort und Stelle. (...) Der Rolle des herzensguten, wenn auch manchmal etwas zu zufriedenen Ehemanns ist Preiss gewachsen, kommentiert sie zu gern mit schelmischer Miene. Gemeinsam entfachen Muckenhaupt und Preiss passgenau das Feuer der „Alten Liebe“. (...) Diese beiden können nicht richtig mit und auf keinen Fall ohne einander. (...) Schumacher gelingt alles in allem ein kurzweiliger Theaterabend, der unterhält." RHEIN-ZEITUNG 03.07.17